So, Spieletreff in Achim im Gemeindehaus war angesagt. Und es war rappelvoll! Alexander und Carsten, die beiden Initiatoren dieses recht jungen Spieletreffs waren selber ganz baff. Aber positive Überrachungen sind doch toll. Jens und ich haben den Abend über an einem 4er Tisch gespielt. Zuerst The City mit Carsten (ein Halbprofi für The City ) und Gerd.
Ich habe voll auf Geld gespielt und zum Schluß einfach die siegpunktreichste Karte gekauft. Gewonnen. Mit Abstand. Tat mir richtig leid für Carsten, der hatte sich ganz liebevoll wunderschöne Kombis vom Munde abgespart und blieb ein ganzes Stück von 50 Siegpunkten entfernt.
So viele Neue. Daher geht Carsten an einen
Nachbartisch zum Erklären. Bei uns kommt Dennis hinzu. Ich bringe natürlich lauter Spiele auf den Tisch, die noch rezensiert werden wollen. Rapa Nui zu Viert, das ist doch eine gute Gelegenheit. Wir legen Leute aus, lösen Wertungen aus und sammeln Holz, Punkte und Opferkarten. Bernd und ich hatten im Vorfeld vermutet das es bestimmt nur zu Zweit so richtig gut ist. Aber nein, Theorien über Spiele kann man viele machen, die Realität sieht oft ganz anders aus. Immerhin das habe ich über die Jahre gelernt.
Dennis zieht von dannen. Er stapelt die Siegpunkte nur so vor sich. Hat aber kaum Holz, kaum Opferkarten. Ich gewinne. Denn ich habe einfach passende Opferkarten und mir zum Schluß am Rundenanfang möglichst noch eine dazugekauft. Das ist etwas das Spielanfänger gerne vergessen. Aber ich bin ja nett, ich weise darauf hin. Mehrmals. Aber keiner hört auf den dezenten Wink mit dem Zaunpfahl. Und ich stelle fest: auch zu Viert ist Rapa Nui klasse. Aber es gewinnt wieder der Held der Opferkarten, nicht derjenige mit den meisten Priestern/Moais.
Bevor irgendwelche Mitspieler protestieren können, knalle ich Helvetia auf den Tisch. Auch hier fehlt mir schließlich noch die 4 Personenbesetzung. Aber es protestiert eh keiner. Jeder hat ein schnuckeliges Bergdörfchen und will dieses größer, schöner, moderner gestalten. Und heiraten. Und Kinder kriegen. Und Ziegen das Fell über den Kopf ziehen. Halt das, was man so auf dem Dorf macht. Es geht los. Wirklich? Also ich habe mir da irgendwelche Extremlangsamspieler angelacht. 2 Schachspieler am Tisch sage ich nur! Außerdem stellt sich heraus, das Dennis und Gerd noch so gut wie keinerlei Erfahrung mit Brettspielen haben und da heute mal reinschnuppern wollen. Und ich duselige Kuh knalle denen gleich Helvetia vor den Latz.
Selber Schuld jetzt muss ich erklären und erklären und W A R T E N. Da habe ich dann genug Zeit, um an die anderen Spieltische zu schielen. Ich bin mal wieder ganz baff. Da werden zeitgleich! an einem Tisch Phase 10 - Das Brettspiel und an einem anderem Tisch Phase 10 - Das Würfelspiel gespielt. Plötzlich bin ich wieder total glücklich an meinem Slow- Motion - Helvetia - Tisch. Wenigstens am 4. Tisch, da wird nach einem Prototypentest Trajan gespielt. Ich meine können ja alle gerne Phase 10 spielen, aber ich verstehe es nicht! Besonders da die eine Gruppe im Anschluss auch noch ausgerechnet Rattus spielt. Boah! Nee. Oh - ich bin wieder dran? Super! Dann kann ich ja endlich meine Kuh tot machen. Dennis gewinnt schließlich.
Also Helvetia zu Viert in Zeitlupe. Obwohl wir auf einem weißen Tisch bei sehr guter Beleuchtung spielen kann ich nicht wirklich sehen was denn in dem gegenüberliegendem Dorf los ist. Bei meinen Nachbarn okay, aber da hinten - nee, nix zu sehen. Das ist mir sehr negativ aufgefallen. Und die Wartezeit, aber das lag wohl nicht nur am Spiel.
Ich bin geschafft. Aber etwas lockers zum Abschluss. Fifty Fifty spiele
ich trotz wenig Einfluss sehr gerne. An die niedrigste Karte und die höchste Karte in jedem Stich gehen Mondhälften, die Minuspunkte zählen. 2 verschiedenfarbige Mondhälften heben sich auf. Fifty Fifty spielt sich locker und flott. Dennis ist der Meister des Spiels und gewinnt. Aber auch Gerd schlägt sich nach einem miserablem 1. Durchgang spitze. 3. Platz geht an mich (die Karten waren Schuld! ja, ja!) und Jens bildet das Schlußlicht. Jens mag Fifty Fifty eh nicht. Zu glücksabhänig. Wenn man nur hohe oder niedrige Karten hat, ist man eh verloren. Mir gefällt es trotzdem. Es macht einfach Laune.
Zeit für eine repräsentative Umfrage: Das Spiel des Abends war für Euch? Jens und Dennis fanden Rapa Nui eindeutig am Besten. Gerd plädiert für Helvetia.
Und beide wollen in 2 Wochen wiederkommen. Das beruhigt mich, ich hatte schon befürchtet, sie mit diesen regellastigen Spielen vertrieben zu haben. Aber Gerd möchte unbedingt Helvetia nicht nur spielen, sondern durchschauen. Ich bin dabei, ich freue mich drauf...
-
2011-11-24 11:29:24 |91.97.176.xxx| sus
war ein wirklich interessanter abend für jules und mich...da wir nicht wussten, was für spiele angeboten werden, haben wir uns "phase-10-brett" unter den arm geklemmt; das war ganz gut zum warm werden; danach habe ich "trojan" gespielt, das anfangs wohl keiner richtig verstanden hat, der es nicht schon einmal gespielt hat
die praxis brachte es dann aber doch auf den punkt und mit jedem zug wurde es interessanter!!!
klasse abend mit netten leuten
-
2011-11-24 11:29:50 |91.97.176.xxx| Sarah
Mist, ich hinke voll hinterher, Trajan habe ich immer noch nicht gespielt. Phase 10 dauert mir zu lang. Also 3 Phasen wären für mich noch okay( jetzt auch als Tabs), aber alle 10 - boah, dafür ist es mir einfach zu eintönig.
Mir hat es ja auch wieder sehr gut gefallen, könnte mir aber vorstellen das cih nächstes Mal nicht dabei bin, da Samstag und Sonntag (19 und 20.11) ja die Bremer Spieletage sind und da muss ich unbedingt ausgeschlafen sein
Aber danach komme ich wieder, ist wirklich ne nette Runde.
| < Zurück | Weiter > |
|---|





Da Dennis sich noch nichtmal von Trajan vergraulen lässt (auch das gewann er, in einer Dreierrunde), brauchst Du Dir da kaum Gedanken machen bei ihm.
Das es zwei Phase 10-Spiele gleichzeitig gab, naja, wundert mich auch, aber wir sind halt eine bunte Gruppe - find' ich juut.