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Spielekritiken

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Spieleabend am 16.12.2011

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KalimamboSchnee in Ristedt! Das sieht ja schön aus, besonders mit den ganzen Piepmätzen im Holunder an der Futterstation. Gekrönt noch von einem Fasan. Was mir aber bei der weissen Pracht zu denken gab war die Tatsache, das doch Spieleabend in Achim ist. Nicht das wir einschneien und da nicht hin können! Abends wurde es aber wieder wärmer. Schnee weg, freie Fahrt für freie Spiele. Oder so.

Tatsächlich waren wir dann aber sehr wenige im Achimer Spieleclub. Carsten wollte einen neuen Weltrekord im sich auf der Weihnachtsfeier sattessen aufstellen, andere probierten das Gegenteil und lagen mit Magen- Darm im Bett, wieder andere hatten Weihnachtsstreß oder schlechtes Wetter. Alle 6 anwesenden Spieler saßen also erstmal um einen Tisch und Alexander schlug Kalimambo vor.

Das passte mir natürlich hervorragend ins Konzept. Nicht nur das ich Kalimambo noch rezensieren werde, nein Kalimambo machte beim letzten Mal einfach herrlcih viel Spaß. So das es bei Alexander und Carsten auch gleich auf dem Weihnachtswunschzettel landete. Bei Kalimambo geht es übrigens um Elefantenkacke und nicht wie ich letztes Mal fälschlicherweise behauptete um Nashornkacke. Aber egal was genau, reintreten sollte man eben nicht. Und nicht vom Nashorn geschubst werden. Alle wählen geheim eine Karte aus und dann wird geguckt was passiert.

Und das passiert: alle ausser Angela und Jens finden Kalimambo toll. Natürlich gewinnt Angela, die mit dem Spiel überhaupt nichts anfangen kann. Und zwar mit nur 3 Minuspunkten zu den 25 Minuspunkten mit denen sich Alexander und Jürgen den letzten Platz teilen. Eine zweite Runde. Angela erklärt sich trotz Abneigung bereit. Es läuft gut für mich. Doch dann kann sich der ganze Tisch freuen. Dadurch das ich wegen gleicher gespielter Zahl stehen bleiben muss und vorletzte bin und Markus hinter mir weggeht, schubst mich das Nashorn. 12 Felder auf einmal!!!!! Aua! Ich lande mit 32 Minuspunkten auf dem letzten Platz.  Jens gewinnt mit 9 Minuspunkten. Ein Spiel voller Schadenfreude!

Da wir so eine große Gruppe sind, erkläre ich Pictomania. Doch als ich fast Pictomaniafertig bin, kommen 2 Neulinge. Angela steigt begeistert aus der noch nicht begonnen Partie aus, denn sie mag Pictomania schon beim erklären nicht. Alexander als Clubchef kümmert sich ebenfalls um die Neuankömmlinge und es wird am Nachbartisch eine Partie Qwirkle gespielt.

Der Rest von uns spielt Pictomania. Gleichzeitig malen und raten. Was mir in den letzten drei Partien so super gefallen hat, will diesmal nicht so recht zünden. Jürgen kommt nicht so richtig ins Spiel rein, er wird aus unseren komischen Zeichnungen nicht schlau. Dabei ist mein Tanker ein ganzer Comicstrip. Und ich finde den gelungen. Für meine Verhältnisse. Die Wertung ist etwas umständlich und insgesamt bleibt nur der Eindruck nettes Spiel.

ArtefaktWährend am Nachbartisch die wahrscheinlich längste Partie 7 Wonders ever startet, ich glaube die haben 1, 5 Std. gespielt, machen wir uns auf die Suche nach geheimen, verschollenen Artefakten. Artefakt ist ein einfaches Sammelspiel mit Ärgerfaktor und Taktikkomponente. Es gilt 4 Fundstückfragmente als erster zusammen zusetzen. Geheim erfolgt die Planung: wo setzten wir den dicken, wo den langen Forscher und die Forscherin ein? An verschiedenen Orten gibt es Fundstückteile und Sonderfunktionen. Zuerst sind meine Mitspieler, besonders Markus, recht angetan. Doch dann passiert es leider wieder. Ständig patten wir uns aus, es dauert insgesamt einfach zu lange. Obwohl uns das Grundprinzip wunderbar gefällt. Gerade diese Chaoskomponente mit planerischem Faktor und (bösen) Überraschungen.

Alexander hatte Blockers bestellt. Nun habe ich es mitgebracht und erBlockers spielt nicht mit. 7 Wonders ist mittlerweile in Phase 2 angekommen.....hüstel. Blockers schreckt Mitspeiler durch die Aufmachung ja erstmal eher ab. Grell! sage ich nur. Blockers is ja ganz einfach. Und erst etwas schnarchig. Man legt halt ein Plättchen, zieht eines nach und hofft nicht soviele Flächen enstehen zu lassen. Doch nach den ersten Zügen wird es immer spannender. Wir sind in einer optimalen Blockersbesetzung. Eine gute Zahl: 4 Spieler und Spieler, die mitfiebern. Es wird verdammt spannend. Ich meine keine Chance zu haben. Am Anfang passt nichts. Überall mache ich neue Gebiete auf. Jens hat nur ein einziges!!!! Wahnsinn! Doch dafür muss er reichlich schlagen. Ich habe 2,3 mal Glück als ich was riskiere, wichtige Felder noch wartend auf besser passende Plättchen offen lasse. Markus kann an einer Stelle einfach nicht dichtmachen, ich kriege meine Gebiete noch auf 2 Stück zusammengeschlossen, habe in der meisten Farbe nur 2 geschlagen und gewinne mit 4 Punkten. Jens der erst so gut dastand, verliert mit 9 Punkten. Wir sind uns einig, das war super.

Was klotzt Du?Während 7 Wonders weiterhin läuft, hole ich dann noch eine Schachtel auf den Tisch. Was klotzt Du? ist in der letzten Runde gefloppt, aber das weiß außer Jens niemand am Tisch, daher nutze ich die Gelegenheit das mal ganz vorurteilsfrei spielen zu können.

Trotzdem: es wird der Flopp des Abends. Pro Runde schaffen wir es nicht mehr als einen Begriff zu erraten, Freude und Spaß will nicht wirklich aufkommen, keiner weint bei Spielende darüber das das Spiel vorbei ist.

Vorbei ist damit auch dieser schöne Spieleabend im Achimer Spieleclub. Blockers wird dicht gefolgt von Kalimambo zum Spiel des Abends an unserem Tisch gekrönt. Und 7 Wonders ist tatsächlich zu Ende. Alexander verspreche ich Blockers nächstes mal wieder mitzubringen, Mitspieler zu finden, dürfte wohl kein Problem sein....


Kommentare (3)
  • Alexander

    Jaja, so ist das! Erste Runde lacht man über meine 11 Miese auf einmal dann kassierst Du selber 12! Ich freue mich, und dann verfehlst Du als kleine Strafe meine 33 Gesamtmiese knapp, so dass ich immer noch den "Rekord" :angry: halte.

  • Frank  - citizenofatlantis

    Und genau das ist das "tolle" an Kalimambo - es gewinnt der, der das meiste Glück hat, Nachdenken ist reine Hirnverschwendung. Aber offenbar sind die Menschen im Norden etwas anders gepolt als die Ostwestfalen - von meinen insgesamt 14 Mitspielern während meiner Rezensionspartien war der euphorischste Kommentar "ja, ganz nett, ne?!" und KEINER ( nach Erfüllung der Mindestmenge an Partien ich übrigens auch nicht ) verlangte eine weitere Partie...geschweige denn, dass es auf 'nem Wunschzettel landete.

  • Alexander

    Naja, es ist eher wie andere Glücksspiele auch eine Abwechselung. Man muss ja nicht immer Agricola, Imperial, etc. spielen, sondern halt auch mal was anderes. Ich finde Kalimambo ist hier in dieser Kategorie eine schöne Alternative. Geschmäcker sind verschieden, ich kann zum Beispiel einem GELB GEWINNT nix abgewinnen, das sehen andere Leute auch anders.

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