Der Zufallsgenerator hat gesprochen. Walhalla, Colosseum oder Horse Fever habe ich gefälligst zu spielen. Für die neue Serie Expeditionen ins Spieleregal. Für mich. Denn dadurch spiele ich endlich mal alte Schätzchen, fragwürdige Platzhalter und noch unbekannte Staubträger. Die Wahl unter diesen Dreien fiel diesmal auf Horse Fever, denn das hatte ich noch gar nicht gespielt.
Hier also der Eindruck einer allerersten Partie. Zu Zweit wetten Jens und ich auf Pferde. Pferderennen mag ich gerne. Royal Turf oder auch Kopf an Kopf sind meiner Meinung nach wirklich schöne Spiele. Horse Fever setzt sich von anderen Spielen aber schon mal sehr stark durch die Grafik ab. Bizarr wäre das Wort das mir da am ehesten einfällt. Das Cover finde ich häßlich, das restliche Spielmaterial aber witzig bis schön. Die Holzpferde sehen zwar aus wie Ameisenbären, aber was solls.
Horse Fever bietet ein Familienspiel und ein Kennerspiel. Das Familienspiel hört sich zu langweilig an, also spielen wir das Kennerspiel. Das ist wiederum recht kompliziert. Kompliziert wohlgemerkt, nicht komplex. Kompliziert ist es durch viele Regeldetails und vor allen Dingen durch die bis zu 9 verschiedenen Kartenarten (je nachdem was man dazu zählt). Diese haben lauter Symbole und Sondereigenschaften. Und diese machen den Kern von Horse Fever aus. Manipulation ist da ein zusammenfassender Titel.
Es wird gewettet, Geld gemacht, Siegpunkte werden geholt und vor allen Dingen werden krumme Dinger gedreht. Da wird so einem armen Gaul auch schon mal, sehr schön auf dem Bild der Karte dargestellt, eine Chilischote in den Hintern geschoben, wenn es denn der eigenen Planung zweckdienlich ist. Wie so üblich kann auf Sieg oder auf Platz gewettet werden, Stallbesitz bringt evtl. zusätzliche Einnahmen, aber niemand muss unbedingt eigene Pferde besitzen.
Alles wirkt etwas chaostisch. Das fängt schon damit an, das jeder Spieler mit unterschiedlich viel Geld, mit Stall oder ohne, dafür mit anderen Vergünstigungen startet. Letztendlich kommt es aber nicht aufs Geld sondern auf die Siegpunkte an und die bekommt am am ehesten durch einen 1. Platz oder durch das Erfüllen von Zusatzaufgaben. Die Bank kauft jede Runde einen Siegpunkt auf und verkauft auf der anderen Seite eben auch einen. Die Preise wird über eine Versteigerung unter den Spielern festgelegt. Ja, ganz viele Details bietet Horse Fever. Zum Beispiel den Zwang einen Geldbetrag von Siegpunkte mal 100 pro Runde verwetten zu müssen.
Das ist zwar alles irgendwie interessant, spielt sich aber erstmal recht holprig und langatmig. Zwei Spieler sind sicherlich auch nicht gerade die Idealbesetzung für ein solches Spiel. Aber trotzdem. So wirklich Spielspaß oder Stimmung wollte einfach nicht aufkommen, wir waren beide recht enttäuscht. Auch Kopf an Kopf bietet Chaos und Schadenfreude, kommt aber mit einem deutlich schlankerem Regelwerk aus. Ob es Horse Fever noch mal auf den Spieltisch schafft? Mal sehen, die Motivation ist jedenfalls eher gering. Macht nichts, ich kann nun drüber schlafen und werde dann eventuell einfach neuen Regalplatz dazu gewinnen, falls ich es aussortieren sollte.
Wer Horse Fever kennt und eine Meinung dazu hat, kann diese liebend gerne über die Kommentarfunktion kundtun!
Der Generator wird angeworfen...spannend......und? Nächstes Mal werde ich über eines der folgenden Spiele berichten:
- Vertippt nochmal!
- Time's up Family
- Fresko
-
2012-01-18 18:01:08 |91.97.74.xxx| Sarah
Hallo Kwasy,
also hochprofessionell auf alle Fälle!
Ich habe alle meine Spiele in einer Exeltabelle. Dann gibt es im Internet diverse Zufallsgeneratoren. Da kann ich bspw. eingeben 1 bis 427 und dann kriege ich halt Nummern, die denen der Spiele in der Exeltabelle entsprechen.
Die einzige Ausnahme wann ich neu generieren darf sind Spiele, die ich aktuell für eine Rezension teste, da das wenig Sinn machen würde.Viele Grüße, Sarah
| < Zurück | Weiter > |
|---|





Hallo Sarah,
magst Du etwas über darüber berichten wie Du Deinen Zufall generierst, sprich, wie die Spieleauswahl zustande kommt?
Kwasy