spielenswert.de

Spielekritiken

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern

Grillparty

E-Mail Drucken
(0 - user rating)

GrillpartyAngrillen ist angesagt. Obwohl für echte Hardcoregriller ist das ja jetzt schon etwas spät. Spätestens am 2.01 fängt, bewaffnet mit Handschuhen und Eispickeln, für sie die Grillsaison an. Grillen, ja das ist ein heißes Thema. Ein Thema bei dem zumindest jeder Mann eigene Grundsätze hat. Nur Holzkohle von Buchen aus Halberstedt oder nur nickelverchromte doppelwandige Gasgrille mit hawaiianischen Lavasteininlet sollten es da unbedingt sein. Mir persönlich kommt es ja bei einer Grill Party mehr darauf an was auf dem Grillrost zur Verköstigung bereit liegt. Gegrillte Maiskolben, himmlisch! Auch eine gegrillte Dorade ist lecker. Die guten alten  Würstchen gehen immer. Nur Steaks, die mag ich nicht sooo sehr. Daher freue ich mich jetzt auf meinen Mais. Den Teller mit Salaten präpariert mache ich mich auf den Weg zum Grill. Oh Schreck! Da liegen 4 Steaks! Kein Mais! Kein Würstchen. Mist.

In der realen Reality müsste ich jetzt Hungern. Na gut, bis auf den Salat. Im realen Spiel, müsste ich mich jetzt Ärgern. Denn bei Grill Party kommt es darauf an, möglichst viele Vorgabenkarten zur Grillbestückung abzuwerfen. Aufgaben lauten: kein Mais oder mehr Steaks als Fisch. Mehr Steaks als Fisch ist bei 4 Steaks definitiv erfüllt. Grummel. Aber meine Karte: nur Mais, werde ich nicht los.

Vor uns liegt der Grill. 4 Stücke Grillgut sind da immer drauf. Grill PartyVor uns Spielern liegt Grillgut. Ein Teil ist stets auf unserem Teller für uns reserviert. Das haben wir vor aller Augen angeleckt, das klaut wirklich keiner.

Ich bin dran. Ich nehme zuerst mein Grillgut vom Teller in meinen Vorrat. Dann tausche ich ein Grillgut aus meinem Vorrat entweder mit einem Grillgut vom Mitspieler (außer dessen angelecktes Teil) oder mit einem Teil vom Grill und lege die Neuanschaffung auf meinen Teller. Nun spiele ich soviel meiner 4 Handkarten aus, wie möglich. Wie gesagt, die Aufgaben sind klar definiert. Mehr Fisch als Steak oder keine Wurst oder am meisten Wurst oder oder oder. Handkarten ergänzen, fertig. Der Spieler der zuerst alle Handkarten ablegt darf sich fortan Obergrillmeister nennen. Das wars mit der Grillparty.

Das Material ist toll. Der Grill glüht so intensiv vor sich hin, unwillkürlich strecken wir Spieler die Hände aus, um uns daran zu wärmen. Erstaunlicherweise vergeblich. Steaks, Mais, Fisch und Würtschen sind aus Holz. Hübsch, das alles hier. Wir sind frohen Mutes.

Die ersten Runden verlaufen auch noch ganz flott. Sarahs Mais wird konsequent vom Grill geschmissen. Das sei was für Karnickel. Jaha...mit denen sollte man es sich aber nicht verscherzen, denn schließlich gibt es sogar Killerkarnickel. Runde für Runde legt man mal mehr mal weniger erfolgreich Karten ab. Und obwohl Grill Party ja eigentlich ein flottes Spiel ist, macht sich spürbar Ungeduld am Tisch breit. Bis man wieder dran ist, kann man nicht viel planen, zuviel verändert sich bis dahin. Wenn man dran ist, ist die Entscheidung doch recht banal.

Auch wenn die Partien rund liefen, eigentlich zu reibungsfrei, folgte aber dem  - Oh Schreck mein Mais ist weg! -  ein  - Oh Schreck, das ist ja langweilig. Eine Revanche wurde nicht ein einziges Mal gefordert. Grill Party wurde von allen gerne ausprobiert. Die heiße Anfangsliebe, kühlte dann aber merklich schnell ab. Über lauwarm bis hin zu  eiskalt - neee, nich wieder - hin zum Spielende.

 

Wertung: 4 von 10

Grill Party, Jordi Gene und Gregorio Morales, Kosmos, 2 bis 5 Spieler ab 10 Jahre, ca. 30 Minuten, 2012


Kommentare (0)
Kommentar schreiben
Ihre Kontaktdetails:
Kommentare:
[b] [i] [u] [url] [quote] [code] [img]   
:D:angry::angry-red::evil::idea::love::x:no-comments::ooo::pirate::?::(
:sleep::););)):0
Security
Bitte geben Sie den Anti-Spam-Code aus diesem Bild ein.
 
weitere Artikel