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Expeditionen ins Spieleregal - Eine Frage der Ähre

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Eine Frage der ÄhreEs gibt Spiele, die schrecken irgendwie ab. Sei es durch mässig bis schlechte Kritiken, durch bieder - langweilige Aufmachung, einen schrottigen Spieletitel oder durch ein sich schlicht öde anmutendes Spielkonzept. Eine Frage der Ähre bietet gleich alle 4 abschreckenden Kriterien auf einmal. Daher wundert es kaum, dass das Spiel solange in meinem Regal vor sich hin brütet, wie ein Huhn auf einem Gipsei. Immer der Hoffnung ausgesetzt, es möge sich doch mal etwas tun, eines Tages. Dank der neuen Serie auf spielenswert: Expeditionen ins Spieleregal, wurde das Spiel dann tatsächlich mal aus der Schachtel geholt.

Das Huhn im Spiel ist übrigens das meiner Meinung nach bestaussehenste Plättchen, dummerweise spielen die Hühner in der 2 Personen Besetzung gar nicht mit. Und zu Zweit sind wir heute.

Das was eben abschreckend wirkt an Eine Frage der Ähre, ist das Domnino - Legespielprinzip des Spiels. Das sah beispielsweise bei Flowerpower gut aus, war dann aber eher etwas fürs Seniorenheim, weil es immerhin interessanter ist als Fliesen an der Wand zu zählen oder Zähne der Mitbewohner oder so. Zurück zur Ähre. Die Spieler platzieren abwechselnd so Dominosteine mit landwirtschaftlichen Produkten, also Körners oder auch Kartoffeln und werten das Gelegte anschließend. Plättchen nachziehen. Nächster. Aber ganz so langweilig ist es dann doch nicht. Denn es gibt ein Dilemma. Nein, nicht DIE LÄMMER, Dilemma!  Also das Gelegte kann nun auf 2 verschiedene Arten und Weisen gewertet werden. Einmal klassisch als simple Siegpunkte. Oder aber eben raffiniert als Rentenaktienfond. Also als Risiko. Das Risiko heisst hier Farmpunkte. Farmpunkte bringen eventuell extrem, und ich meine wirklich extrem, punktebringende Farmen, wenn man es geschickt anstellt und der Mitspieler pennt. Außerdem findet per Farmpunkte gleichzeitig ein Wettrennen um Bonuspunkte, im Spiel Tierpunkte genannt, statt.

Daher spielt sich dieses Eine Frage der Ähre, das eigentlich auf ein Plakat zur Abschreckung von Brettspielen gehört ganz okay. Wir spielen ein paar Tage später sogar freiwillig eine zweite Partie. Aber schon bei Partie 2 geht mein okay eine Stufe tiefer in den Keller. Eine Frage der Ähre ist zwar ganz in Ordnung, aber so richtig macht es mich nicht an. Mal sehen, ob ich es mal mit mehr als 2 Spielern auf den Tisch bringe, dann wird es auf dem Spielbrett sicherlich auch wuseliger. Aber auf Dauer wird es wohl eher aus meinem Regal wieder verschwinden....

Und jetzt wird der Zufallsgenerator wieder angeworfen. Wer wird die nächste Schachtel sein, die endlich mal wieder ein wenig frische Luft atmen kann?

Los geht es......:

  • Heads of State
  • Traders of Carthage
  • Macao

 


Kommentare (3)
  • Anonym

    Also.....ich mag den Titel! Und das Cover auch. Es ist so....so....kitschig. Es versprüht einen Hauch von Farmerromantik! Ja, es lässt mich gar Gerüche erahnen. Ich finde, es passt zu Leuten, die sich Leuchtgänse halten oder Hulks in Einmachgläsern unter die Decke hängen! ;)

    Ach und.... hab das Spiel nie gespielt! ;)

  • Holger

    :0

    Eine Frage der Ähre ist zwar nicht das schönste Spiel und ist in der 2er Variante (ähnlich wie Zooloretto) eher langweilig.
    Trotzdem entwickelt sich bei häufigeren Partien, ein enormer Spannungsbogen. Einfach mal noch 2-13 Partien hinterherschieben.
    dauert ja nicht lange.

    Zu deinen nächsten Aspiranten:

    Heads of State: Habe ich erst kürzlich in einer 2er Partie und 5er Runde gespielt. Allen, inklusive mir, hat es sehr gut gefallen. Frage ist nur, ob es einen Langzeitreiz vermitteln kann. Die letzte Runde läuft sehr berechenbar ab.

    Traders of Carthage: Ein Spiel, dass die Welt nicht braucht. Ich gebe vielen Spielen eine 2. Chance. Aber hier brauchte ich das nicht.

    Macao: Suuuuuuuuuuuuuuuuuuper Spiel. wennmöglich möchte ich dann bei Euch mitspielen. Habe ich noch nie gewonnen, aber mit ernormen Suchtfaktor. Für mich noch besser als Burgen von Burgund. Aber nicht so gut wie Im Jahr des Drachen!


    Aber ich will hier auf deiner Seite keine Rezi schreiben.


    Dann evtl bis Samstag

  • JonTheDon  - Gute Auswahl

    Traders of Carthage haben meine Frau und ich eine Zeitlang regelmäßig zu zweit gespielt.

    Macao spielen wir immer noch häufig - häufiger als jedes andere Feld-Spiel - zu zweit. In der Besetzung spielt es sich auch überraschend flott - wir brauchen eine knappe Dreiviertelstunde; und im Gegensatz zu vielen anderen Brettspielen fühlt es sich durch die kartengesteuerten Strategien auch jedes mal anders an - mal ein bißchen, aber auch schon mal sehr stark.

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